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Aktuell liegt eine Störung bei uns vor. Die Details zur Störung finden Sie hier:
Bis vor kurzem lag eine Störung bei uns vor.
16.02.2026
Quicklinks
Pascal schaut mit einem Auge die Tagesschau, als er das Raclette-Gerät einschalten will. Patricia schaut in der Küche nach den Kartoffeln. In diesem Moment wird es dunkel.
Im Stromnetz greift eine automatische Netzabschaltung. Das Gebiet Birr-Lupfig ist ab sofort ohne Strom.
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Das Stromnetz schützt sich selbst. Bei Störungen wird der betroffene Abschnitt sofort abgeschaltet – für die Sicherheit der Anlagen und der Bevölkerung.
Pascal geht mit der Taschenlampe zum Sicherungskasten. Alle Sicherungen sind drin.

Ein Blick nach draussen zeigt: Auch in den Nachbarhäusern ist alles dunkel. Es ist wohl ein grösseres Stromproblem ... Mist! Ausgerechnet am geplanten Raclette-Abend!
Der zuständige Pikettmitarbeiter und weitere Verantwortliche werden per SMS alarmiert. Kaum hat der Pikettmitarbeiter die SMS gelesen, klingelt auch schon sein Telefon mehrere Male: Betroffene wollen wissen, was los ist.
Tipp
Verhindert, dass die Geräte nach der Rückkehr des Stroms unbeaufsichtigt weiterlaufen.
Patricia zündet Kerzen an und schaltet den Herd aus. Pascal liest das im Sicherungskasten aufgehängte Infoblatt mit Hinweisen zu einem Stromausfall – genau so eines, wie Sie es aus dem Magazin heraustrennen können.
Er prüft auf dem Handy die erwähnte Webseite ibbrugg.ch/stoerungsdienst. Noch keine Info online. Anrufen? «Das haben sicher schon andere erledigt. Und bei der IBB haben sie jetzt sicher Wichtigeres zu tun, als ans Telefon zu gehen.», sagt Patricia.

Pascal aktualisiert die Webseite auf seinem Handy. Nun ist die Störungsmeldung online. Patricia und er sind definitiv nicht die einzigen, die im Dunkeln sitzen.

Das Raclette wird mit einem Kerzen-Raclette-Öfeli improvisiert. Zum Glück waren die Kartoffeln schon fast durch. Die Cervelat-Rädli gibts kurzerhand kalt statt vom Tischgrill. Der Kühlschrank wird nur schnell für die Getränke geöffnet.

Über ein Tablet ruft der Pikettmitarbeiter erste Infos der Leitstelle ab und bietet so schnell wie möglich weitere Netzelektrikerinnen und -elektriker auf.
Der Pikettmitarbeiter erfasst eine Störungsmeldung auf unserer Webseite.
Der Pikettmitarbeiter hat inzwischen vier weitere Mitarbeitende aufgeboten. Alle treffen in der IBB-Leitstelle ein. Sie formieren sich in zwei Zweierteams, eine Person hält die Stellung am Telefon in der Leitstelle. Die Rollen sind klar verteilt.
Tipp
Tiefkühler geschlossen lassen – hält bis zu zwölf Stunden.
Jetzt beginnt der aufwendigste Teil: die Lokalisierung der Störung. Durch gezieltes Ein- und Ausschalten von Netzabschnitten wird das Störungsgebiet immer weiter eingegrenzt.
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Der Fehler im Stromnetz ist nicht sichtbar. Um ihn zu finden, wird das Netz schrittweise eingegrenzt: Ein Teil wird eingeschaltet, ein anderer ausgeschaltet. Auf diese Weise wird der betroffene Abschnitt Schritt für Schritt weiter verkleinert – bis die Störung gefunden ist.
Diese Arbeiten erfolgen vor Ort, in diesem Fall bei rund 30 Trafostationen, teilweise in Tiefgaragen oder schwer zugänglichen Bereichen. Zwei Teams arbeiten parallel, ausgerüstet mit Taschenlampen, Messgeräten und Netzplänen, und koordinieren ihre Schritte genau: Ein Team schaltet an einem Ort, ein anderes an einem zweiten. Das spart Zeit, doch jeder Schritt muss sorgfältig abgestimmt sein. Denn im Netz fliessen 16’000 Volt – Sicherheit hat oberste Priorität.
Die Powerbank kommt zum Einsatz: Das Handy bleibt geladen.
Pascal und Patricia spielen bei Kerzenlicht Karten.

Das Licht geht wieder an. Patricia und Pascal sind sich einig: Das war trotz Improvisation ein schöner Abend. Und es ist gut zu wissen, dass jemand dafür sorgt, dass der Strom wieder läuft.
Erste Gebiete werden wieder mit Strom versorgt.
Aktualisierung der Störungsmeldung auf der Webseite: Die Störung dauert voraussichtlich 4.5 Stunden.
Weitere Teilgebiete werden wieder mit Strom versorgt.
Der Fehler ist auf 1 km genau eingegrenzt.
Auch die letzten betroffenen Kundinnen und Kunden sind wieder temporär mit Strom versorgt, dank Umschaltungen auf parallele Netzstrukturen. Das Einsatzteam macht sich auf den Heimweg ins späte Wochenende – müde, aber zufrieden.
Der Pikettmitarbeiter aktualisiert die Störungsmeldung auf der Webseite: «Störung behoben.» Nun beginnt auch sein Wochenende.
Tipp
Für Schäden infolge von Stromausfällen haften wir gemäss unseren AGB nicht, jedoch werden sie je nach Deckung von der Hausratversicherung übernommen. Melden Sie allfällige Schäden baldmöglichst dort an.
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Auch wenn der Strom wieder fliesst, ist die Arbeit noch nicht abgeschlossen. In den folgenden Tagen wird die genaue Ursache der Störung ermittelt, zum Beispiel ein defektes Versorgungskabel. Dazu braucht es Spezialmessungen, um den betroffenen Abschnitt im Netz auf 50 cm genau zu finden. Anschliessend wird die Stelle freigelegt und fachgerecht repariert.
In die Arbeiten sind verschiedene Stellen involviert: neben unseren Netzelektrikerinnen und -elektrikern auch externe Messspezialisten, Tiefbauunternehmen sowie – je nach Situation – Behörden und Grundeigentümerinnen und -eigentümer.
Parallel dazu informieren wir über unsere Webseite, beantworten Anfragen von Kundinnen und Kunden und stehen bei Bedarf auch den Medien für Auskünfte zur Verfügung.
Infoblatt
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