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Eine Trennung, die guttut

Abfalltrennung kann zuweilen kompliziert sein, zudem braucht sie viel Platz, da etliche Container dafür notwendig sind. So auch bei uns.
Strom Abfall

Abfalltrennung kann zuweilen kompliziert sein, zudem braucht sie viel Platz, da etliche Container dafür notwendig sind. So auch bei uns. Der Aufwand ist aber gerechtfertigt, denn die Sortierung ist – sofern richtig ausgeführt – sinnvoll und umweltfreundlich, spart Kosten und Energie und schont damit Ressourcen.

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Wir nehmen diese Aufgabe ernst. Marco Ulrich, der seit zwölf Jahren bei uns arbeitet und seit 2019 als Chef Unterhalt in unserem Betriebsgebäude amtet, ist den ganzen Tag über im und um das Haus herum damit beschäftigt, es in Schuss zu halten, Reparaturen und Wartungen auszuführen sowie logistische Aufgaben zu erledigen – und dazu gehört auch die Abfallbewirtschaftung. Wichtig ist zum Beispiel die pflichtbewusste und korrekte Vorsortierung. So werden Bioabfälle zu Biogas und damit wieder zu Strom. Zugegeben, bei uns fällt nicht so viel Bioabfall an, dafür anderes, dessen Trennung herausfordernd ist.

Marco Ulrich erklärt: «Die Menge an Abfall hängt stets auch von der Anzahl und Art der Baustellen ab, auf denen wir gerade engagiert sind. Dort werden hauptsächlich Kupfer-, Blei- und Aluminiumkabel, aber auch alte Rohre von Wasser- und Gasleitungen ersetzt. Und da wir immer daran sind, Leitungen in den Gemeinden und in der Stadt zu sanieren, fallen auch dort alte Bleikabel an.» Bleikabel stammen aus grauen Vorzeiten, sind bis zu zehn Zentimeter dick, und im Innern steckt ölgetränktes Papier, das Ungleichheiten der elektrischen Isolation ausgleicht. Heute werden diese Erdkabel ersetzt, neu kommen Kabel ohne Öl in den Boden, dafür mit Kunststoff als Isolationsmaterial. 

Logistik
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Gerade diese Bleikabel müssen sorgfältig der Wiederverwertung zugeführt werden. Dafür ist dann nicht die IBB, sondern der Eisenhändler zuständig, der die vorsortierten Abfälle abholt. Daneben gelten bei der IBB die üblichen Sammelkategorien: Aluminium, PET, Glas, Styropor, Papier und Karton, Altöl von den Schaltanlagen und Elektroschrott.

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Wer bei der IBB anfängt, erfährt davon gleich zu Beginn: «Egal in welcher Abteilung jemand seinen ersten Arbeitstag hat: Der Rundgang führt auch immer ins Untergeschoss, an allen Behältnissen für die Abfalltrennung vorbei», sagt Marco Ulrich. Und so erfährt auch jede und jeder vom Lager leerer Kartonschachteln, das Ulrich angelegt hat. Denn noch besser als Müll zu sammeln, ist, diesen gleich wieder zu verwerten.