Helikoptereinsatz für Baustelle mitten in Brugg

Im Dezember 2018 bemerkte Yasushi Takeda eine kleine feuchte Stelle an der Innenwand im Keller seines Hauses. Als er im Mai 2019 feststellte, dass der Wasserfleck grösser wird, kontaktierte er uns.

Ein Rohrnetzmonteur überprüfte mit einem Leckorter die Stelle und fand ein Leck im Aussenbereich bei der Hauseinführung. Damit keine grossen Schäden am Gebäude entstanden und um den Wasserverlust möglichst gering zu halten, waren sofort Reparaturarbeiten nötig. Zusammen mit einer lokalen Bauunternehmung wurde das weitere Vorgehen besprochen.

IBB-Ansprechpartner

Wasserleitungsbruch Rebmoosweg

Schwierige Umgebung, gute Lösung

Damit das Leck zugänglich wurde, musste viel Erde weggenommen werden. Das oben gelegene Terrassenhaus war jedoch ausschliesslich über eine lange Treppe erreichbar, somit konnten weder ein Saugbagger noch andere Geräte zur Schadenstelle gebracht werden. Zudem gab es keinen Platz, um den Aushub zu deponieren. Die Lösung war schliesslich eine Saugleitung von 80 Metern von der Strasse über die Treppe bis zur Baustelle. Sobald das Leck freigelegt war, nutzten unsere Fachleute die Gelegenheit und reparierten nicht nur die leckende Wasserleitung, sondern warteten auch gleichzeitig die Gasleitung sowie die Einführungen in das Haus.

5 Tonnen Füllmaterial wird nach oben transportiert

Nach der Reparatur musste die Baugrube wieder mit Füllmaterial gefüllt werden: 2,5 Kubikmeter Betonkies (gut 5 Tonnen Gewicht) galt es nach oben zu transportieren. Im Treppenlift mit einer Schubkarre war die erste Idee. Leider war dazu jedoch das Gewicht des Betonkieses zu hoch. Ein Transport mit Muskelkraft die Treppen hoch hätte einige Tage gedauert. Die Beteiligten diskutierten verschiedene Möglichkeiten. Das Ziel war klar. Es galt für die Bauherrschaft wie auch die Anwohnerinnen und Anwohner eine optimale Lösung zu finden. Um die Bauzeit zu beschleunigen, wurde die Idee besprochen, das Füllmaterial mit einem Helikopter einzufliegen.

Helikopter fliegt im Quartier

Sofort nahm der Bauleiter Kontakt auf mit Swiss Helicopters, Erstfeld. Dabei kam ihm ein Zufall gelegen: Für den kommenden Tag war bereits ein Helikoptereinsatz in Brugg geplant. Somit konnte dieser Einsatz kostengünstig ergänzt werden. Für die Monteure folgte ein ungewöhnlicher und spannender Arbeitseinsatz, der von zahlreichen Anwohnerinnen und Anwohner genauestens beobachtet wurde: Der Helikopter flog mehrmals vom Lastwagen auf der Strasse direkt zur Baustelle an der Hauswand und zurück.